
Eingespielt und ambitioniert: TuS Altenrath greift wieder an
21 Aug
Eingespielt und ambitioniert: TuS Altenrath greift wieder an
Ein ruhiges Umfeld hat der TuS Altenrath für seine 1. Mannschaft geschaffen.
Nach Jahren mit häufigen Trainerwechseln hat der Verein sich auf ein Trainerduo festgelegt, dass die eingespielte Mannschaft zum Erfolg führen soll. Das Ziel sind die oberen Plätze in der Kreisliga C.
Die Rückrunde lief noch, als sich der neu gewählte Vorstand mit dem Sportlichen Leiter Jürgen Biele entschlossen, den bisherigen Co-Trainern der ersten und zweiten Mannschaft die Verantwortung zu übertragen: Marc Eubel und Thomas Foermer stehen in der kommenden Saison an der Seitenlinie. Beide spielten viele Jahre in Altenrath, viel Erfahrung haben sie als Trainer noch nicht gesammelt. „Sie können frei von Rückschlägen agieren und viel ausprobieren. Ein Vorteil ist, dass die Spieler und die Trainer einander gut kennen“, sagt Biele.
In der vergangenen Saison landete das Team auf Platz 3. Die zehn Punkte Rückstand auf Platz 1 waren indes knapper, als die Tabelle aussagt. Bis vier Spieltage vor Schluss blieb Altenrath im Aufstiegsrennen, ehe es eine Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten setzte. Nichtsdestotrotz entschied der TuS das Fernduell um die Meisterschaft, mit einem 3:1 gegen TuS Eudenbach II am vorletzten Spieltag. Ein Spiel für die Vereinshistorie, denn zu neunt brachten die Blau-Weißen den Vorsprung über die Zeit, in der kritischsten Phase hatte Torwart Justin Arndt sogar einen Elfmeter gehalten. „Uns war es wichtig, dieses Spiel nicht zu verlieren – denn so sind wir eine ganze Saison lang zu Hause ungeschlagen geblieben“, unterstreicht Biele. Zudem gelang es dem TuS, gegen jede Mannschaft in der Liga mindestens einmal zu gewinnen.
„Wir haben in der Hinrunde gegen schwächere Teams zu viele Punkte liegen lassen. Das müssen wir abstellen. Am Ende steigt derjenige auf, der seine Hausaufgaben gemacht hat – dann kann man auch mal gegen die anderen Favoriten verlieren.“ Vom Aufstieg spricht zwar niemand laut in der Heide, doch sei das Ziel der Mannschaft immer, möglichst oben mitzuspielen. Da es nur drei Kreisligen gibt, könnte in dieser Saison sogar Platz 2 für den großen Wurf reichen. In der Kreisliga C5 bekommt es der TuS mit dem ambitionierten FC Sankt Augustin und dem Absteiger ASV Sankt Augustin zu tun. Auch der TV Rott dürfte wieder nach oben wollen. „Diese Teams haben sich mit Spielern aus höheren Ligen verstärkt. Unterschätzen werden wir keines von ihnen, auch die zweiten, dritten und vierten Mannschaften in unserer Staffel nicht“, bekräftigt Biele.
Zu den Neugängen zählt Aldrin Rexhaj, der in Vergangenheit zu Bezirksliga-Zeiten beim SV Lohmar spielte. „Er braucht noch ein bisschen Zeit, bis er seine alte Form wieder hat, aber er wird mit seiner Erfahrung, seiner Spielstärke und seinem Ehrgeiz unser Team auf und neben dem Platz verstärken.“ Spielberechtigt ist auch das Eigengewächs Arthur Stempel, der auf der Außenbahn eine wichtige Waffe sein kann. Ein Antritt, ein Dribbling, ein Schuss ins lange Eck – solche Szenen hat der 18-Jährige in Testspielen schon gezeigt.
Ausgleichen muss die Mannschaft den Abgang von Stürmer Jonas Kalinski. Nachdem er nach Ablauf einer Sperre im März zurückgekehrt war, hatte er in jedem Spiel getroffen – und dem TuS wichtige Punkte beschert. Kalinski wurde klar, dass er zu gut für die Kreisliga C ist und schloss sich dem 1. FC Spich II, zwei Ligen höher, an. Auch der wuchtige Verteidiger Daniel Vaca Fleischhacker verließ den Klub, ihn zog es zum Siegburger TV. Biele sieht es gelassen: „Unsere Mannschaft besteht nicht nur aus Jonas und Daniel, auch ohne sie haben wir Spiele gewonnen.“
Gemeint ist der Großteil der Mannschaft, der seit Jahren beim TuS spielt und geblieben ist. Für Biele ein Signal, dass das Trainerduo gute Arbeit leiste und die Vereinsstrukturen stabil seien. Ankommen wird es auch auf jahrelange Stammspieler des TuS, die im besten Fußballer-Alter sind. Ben Malter (26) wird in der Abwehr zum Kampfschwein, kann aber auch den entscheidenden Pass in die Tiefe spielen. Auch Berke Turhan (26) und Philipp Wiens (29) sind lange dabei: „Es ist Zeit, dass sie mit ihrer Erfahrung Verantwortung übernehmen. Wenn sie abrufen können, was sie drauf haben, haben wir einen brandgefährlichen Angriff.“
Tor: Justin Arndt.
Abwehr: Liam Bohnen, Paul Dietel, David Fuhrmann, Michael Hansel, Oliver Krom, Ben Malter (Spielführer), Enes Ören.
Mittelfeld: Moritz Breuch, Frederik Frechen, Nicolas Fuhrmann, Laurin Hund, Kevin Niklas Kröker, Ingo Marek (2. Spielführer), Jason Miller, Thomas Morkel, Alen Peters, Noah Schauerte, Patrick Schüller, Arthur Stempel, Berke Turhan.
Angriff: Luis Müller, Aldrin Rexhaj, Philipp Wiens.
Trainer: Marc Eubel, Thomas Foermer.
Zugänge: Aldrin Rexhaj (Siegburger SV III), Arthur Stempel (eigene Jugend)
Abgänge: Jonas Kalinski (FC Spich II), Daniel Vaca Fleischhacker (Siegburger TV), Emre Sarica (pausiert).



